Frag einen Entwicklungsingenieur

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Technische Zeichnung ResiTHERM 16
Neuste Produktinnovation: ResiTHERM® 16

Interview Produktenwicklung: Die Köpfe hinter unseren Innovationsprodukten

"Innovation entsteht nicht aus einer Eingebung heraus, sondern aus Prozessen, an denen ständig gearbeitet werden muss."

1. Michael, was sind deine Aufgaben in der Produktentwicklung und worauf kommt es bei der Entwicklung neuer Produkte an?

Die Produktentwicklung ist vielseitig. Insbesondere in der Befestigungstechnik gibt es eine Vielzahl von Anwendungen und immer noch viele Möglichkeiten für innovative Produkte, sowie Optimierungen an existierenden Produkten. Der Prozess ist dabei meistens ähnlich: Nachdem die Anforderungen an ein Produkt definiert sind, folgt die Inspirations- und Konzeptphase zur Entwicklung von Lösungsansätzen.

Unser Augenmerk in der Produktentwicklung liegt immer auf dem Generieren von Mehrwert für den Kunden, sprich auf Funktionsintegration, und einer kurzen Montagezeit für den Anwender. 

Produktentwickler Michael mit einem Modellaufbau einer Markisenkonsole in der Hand
Produktenwickler Michael mit einem Modell einer Konsoleninstallation für eine Markise mit dem ResiTHERM® 16

2. Ein Meilenstein in der Produktentwicklung bei CELO war der Verkaufsstart des ResiTHERM® 16 im April 2022. Wie ist die Idee für die Entwicklung dieses Neuprodukts entstanden?

Mit dem ResiTHERM® 16 erweitern wir unser umfangreiches Portfolio für Befestigungen an gedämmten Fassaden. Die Idee entstand nachdem wir den ResiTHERM® 37, die ideale Lösung für die Befestigung von schweren Lasten in Lochsteinen, auf den Markt gebracht hatten.

Kunden fragten jedoch nach einem universellen System für möglichst alle Untergründe. Das war die Geburtsstunde des ResiTHERM® 16. Jetzt haben wir für Schwerlastbefestigungen an gedämmten Fassaden zwei Abstandsmontagesysteme mit einer ETA-Bewertung/Zulassung – den ResiTHERM® 16 als Universalprodukt für alle gängigen Untergründe und zudem den ResiTHERM® 37 speziell für Hochlochziegel.

3. Was war die besondere Herausforderung bei der Entwicklung des ResiTHERM® 16?

Die Erarbeitung der Zulassung sowie der zugrunde liegenden Richtlinien war die eine Besonderheit bei der Entwicklung von ResiTHERM® 16. Weitere Herausforderungen waren vor allem die Entwicklung des thermischen Trennmoduls sowie die Realisierung der Wasserdichtheit gegen Schlagregen. 

4. Wie ist das Gefühl, wenn man vor Ort dabei ist und erfährt, dass das Produkt, an dem man mitentwickelt hat, die Prüfungen bestanden hat?

Das Gefühl ist großartig. Die Spannung auf das Ergebnis ist ab der Idee eines Lösungsansatzes mit Schlagregendichtheit des Produkts vorhanden und steigt am Tag der Prüfung weiter über mehrere Stunden stetig an.

5. Was ist mit „schlagregendicht bis Windstärke 11“ überhaupt gemeint und warum ist das eine wichtige Eigenschaft des ResiTHERM® 16?

Windstärke 11 entpricht nach der Beaufort-Skala einem orkanartigen Sturm mit einer mittleren Windgeschwindigkeit von 103 - 117 km/h in 10 Metern Höhe über freiem Gelände. Selbst unter diesen Bedinungen konnte während der Prüfung am Befestigungspunkt des ResiTHERM® 16 kein Wasserdurchtritt in die Dämmung festgestellt werden.

Die Funktion der Schlagregendichtheit besteht darin,  keine Abdichtungsmaßnahmen bis zu einer Auslenkung von 3 mm unter Belastung vornehmen zu müssen und dadurch eine schnelle Montage zu ermöglichen, die in dieser Art einzigartig ist.

Schlagregen ist eine Kombination aus Wind und Regen. Zum Ablauf des Prüfverfahrens und der Methoden gibt es einen eigenen Artikel.

An einer Außenfassade legt man großen Wert auf Optik. Außerdem ist es sehr wichtig bei nachträglichen Befestigungen, eine wasserdichte Lösung zu haben, damit dauerhaft die Fassade intakt bleibt und um langfristig Bauschäden zu vermeiden.

Wir haben ResiTHERM® 16 unter unter Heranziehung der DIN EN 1027 auf Dichtigkeit gegen Schlagregen bis zu einer Windstärke 11 testen lassen, um dem Verarbeiter eine größtmögliche Anwendungssicherheit zu geben. Windstärke 11 bedeutet „orkanartiger Sturm“. Bei den Tests wird Regen bei dieser Windstärke gegen die Befestigungspunkte simuliert.

Unser Produkt lässt im Rahmen der Prüfungsbedingungen die sich an üblichen Fassadenaufbauten orientiert, auch ohne nachträgliche Abdichtung keine Nässe in den Dämmstoff. Somit bleibt die Außenfassade trocken und die Befestigung ist langfristig sicher und optisch ansprechend.

6. Was macht deiner Meinung nach den ResiTHERM 16® zu einem besonderen Produkt und wie hebt es sich von den aktuellen Lösungen am Markt ab?

Das Besondere an dem ResiTHERM 16® ist die ETA (Europäische Technische Bewertung / Zulassung, bzw. auf Englisch: European Technical Assessment/Approval). Im Rahmen der ETA wurde das Produkt sehr umfangreich und erfolgreich geprüft. Wir als CELO geben damit ein Leistungsversprechen an den Kunden, dass der ResiTHERM 16® dauerhaft zuverlässig funktioniert.

Eine weitere Besonderheit ist die Funktion Schlagregendichtheit ohne zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen bis zu einer Durchbiegung von 3 mm. Zudem ist die einfache und schnelle Installation für den Verarbeiter ein großer Vorteil.

7. Wie würdest du den ResiTHERM® 16 einem Kind beschreiben?

Schöne Frage: Eine Schraubenstange mit einem aufgeschraubten Kunststoffteil wird in ein Loch in die Wand geklebt. Das Teil, das man befestigen will - zum Beispiel ein Sonnendach -, wird dann von vorne, in das Kunststoffteil angeschraubt. 😉

Mehr zu unserer neusten Produktinnovation:

ResiTHERM® 16 Vorteil: Schlagregendichtheit.

Schlagregen ist eine Kombination aus Regen und Wind. Erfahren Sie, warum Schlagregen problematisch sein kann, wie die Prüfung unter Heranziehung von DIN EN 1027 abläuft und mehr zum Sortiment an schlagregendichten Fassadendübeln von CELO.

Mehr über die Produktentwicklung bei CELO

Entwicklung innovativer Befestigungen bei CELO Deutschland - Herausforderungen, Ziele, Erfolge. Hier hören Sie Teamleiter Achim Ruppertz (Produktentwicklung) im Interview .

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